Granja Tara

Der Reitstall an einem der schönsten Strände von Fuerteventura in El Roque / El Cotillo, im Norden der Insel

Entdecken Sie die schönsten Seiten Fuerteventura's
auf dem Rücken eines Pferdes.

  Menu
Home - Startseite
Lage - Hier sind wir
Unsere Pferde beim Ausritt
Pferdeportraits
Tierische Impressionen
Weitere Fotos - Facebook
Wir über uns
Ausritte - Pony reiten
Kindertag
Fotos Vorher - Nachher
Wir haben ein neues Zuhause
 
Ferienhaus zu Vermieten
Urlaub in der Finca
Telefon: (0034) 607552661
E-Mail: hipica@fuerteonline.com


Languages - Idiomas
 

Urlaub in der Finca
 

Feature von Susanne Angliker

In der Schweiz schneit es. Es zieht mich weg in den Ferien. Ich liebe das Meer. Wenn ich das noch verbinden könnte mit ab und zu einem Ausritt…. Das sind die Voraussetzungen, unter denen ich, nach Einschränkung auf die Kanaren, damit die Flugzeit nicht zu lange und das Wetter doch relativ warm ist, google. Nach einiger Suche stosse ich auf die Homepage von Fanny. Mir gefällt, dass dies kein normaler Reitstall ist, sondern der Tierrettungsgedanke im Vordergrund steht. Auch der Gedanke in "meiner" eigenen Finca meine Ruhe zu haben, nah am Meer und mitten in den Pferden, spricht mich an. Kurz und gut: einige Anrufe bei Fanny, die von Anfang an sehr nett und unkompliziert ist, mir alles erklärt, die Finca reserviert und all meine Fragen geduldig beantwortet. Wie sich herausstellen wird, ist das Fannys Art, was sehr zu meinem gelungenen Urlaub beitragen wird.

Vom touristischen Süden in den ruhigeren Norden

Da die Finca erst ab Mittwoch frei ist, verbringe ich noch ein paar Tage an der Costa Calma im Hotel. Tolle breite Sandstrände, aber ansonsten nicht mein Ding. Ich bin lieber weg vom Trubel und liebe das Meer auch wenn es sich von der etwas raueren Seite präsentiert. Als ich ankomme in El Cotillo fühle ich mich gleich zu Hause in der hübsch und gemütlich möblierten Finca in Nachbarschaft der romantischen alten Mühle. Mit der Zeit werde ich immer mehr der liebevoll ausgesuchte Details im Häuschen entdecken. Ich richte mich ein, bombadiere Fanny mit Fragen, werde der Stute Leyla vorgestellt, zu der ich in meinen 10 Tagen hier eine besondere Verbindung aufbauen werde, und geniesse es nach einem unglaublichen Sonnenuntergang die erste Nacht ruhig schlafen zu können. Einziges Geräusch, wenn ich aufwache, ist ab und zu Hufgetrappel von den Pferden auf den mich umgebenden Paddocks. Schön! Ein ganz kleiner Wermutstropfen ist der kleine Schritt nach draussen über den Patio, wenn ich die Toilette benutzen möchte. Aber auch daran habe ich mich schnell gewöhnt.

Tierwohl steht zu oberst

Schon am ersten Tag bin ich sehr positiv überrascht, wie gut es die Pferde hier haben. Eine Freundin hatte zu Hause gewarnt: "Was willst Du reiten in Fuertventura, da ist alles kahl, es gibt nichts Grünes. Wie wollen die die Pferde füttern…." Und genau das wollte ich nicht, in einen Stall, wo die Pferde nur ausgenutzt werden. Aber ich habe einmal mehr Glück gehabt! Als langjährige ehemalige Pferdebesitzerin kann ich beurteilen, dass Fanny wirklich dafür lebt Tiere aus nicht lebenswerten Umständen herauszuholen und sie dann hier wieder aufzubauen, körperlich und seelisch. Fannys Pferde werden regelmässig und gut gefüttert und gepflegt. Sie leben in grossen Paddocks in Herdehaltung und müssen auch nicht jeden Tag mehrmals mit Touristen raus, die an den Zügeln reissen und ihnen ins Kreuz fallen. Für mich geht's am Donnerstag also zum ersten Mal auf einen Ausritt. Ich nehme mir viel Zeit Leyla kennenzulernen, denn auch sie ist ein Pferd, das als Jungpferd Schlimmes durchgemacht hat. Man kann sich ihr nicht überhastet nähern, sie braucht Geduld. Sitzt man dann aber erst mal oben, ist sie wunderbar und mit ganz leichten Hilfen zu reiten. Ich schliesse Leyla sofort ins Herz und werde jeden Tag einige Zeit mit ihr verbringen, auch wenn ich sie nur zweimal reiten werde.

Hoch zu Ross entlang dem Klippenweg

Die Gruppe ist, wie praktisch immer, bunt gemischt. Englisch-, spanisch-, deutschsprechend, Anfänger, Fortgeschrittene, jung und älter. Helm tragen ist selbstverständlich. Die Pferde werden entsprechend eingeteilt. Wer möchte und kann, darf selber putzen und satteln. Für alle anderen wird das gern gemacht. Anfänger nimmt Fanny auf dem Handpferd mit oder eine der Helferinnen begleitet Pferd und Reiter in der Gruppe zu Fuss. Fortgeschrittene können, dort, wo der Weg weich genug ist, auch mal einen Trab oder Galopp machen und dann wieder auf die Gruppe warten oder ihr entgegen gehen. So kommt jeder auf seine Kosten. Und die Hauptattraktion/das -abenteuer ist für alle gleich: Das Geniessen der unbeschreiblichen Aussicht oben auf dem Klippenweg. Unten die Brandung an den steilen Klippen, draussen türmen sich der Wellen auf, der Geruch nach Meer, der Wind bläst einem um die Ohren. Und ganz klar: Hoch zu Ross ist dies einfach alles noch tausendmal schöner! Die Wellenreiter fahren zum oder vom Strand vorbei und grüssen die Pferdereiter. Zwei unkomplizierte "Völklein", welche der Genuss der herrlichen Gegend verbindet.

Tolle Mischung

Für mich werden diese 10 Tage zu einer tollen Mischung von einfach nur abspannen und die Pferde besuchen, Ausritten auf Leyla und Apache, die Surfer beobachten (auf der südlichen Strandseite von El Cotillo), wandern vor allem am Strand in Richtung Leuchtturm (nördliche Strandseite), mit dem Auto die Gegend erkunden, Fisch und Meeresfrüchte essen (mein Tipp hier das "La Vaca Azul" am alten Hafen), nette Leute kennenlernen, dazu gehören für mich speziell trotz nicht vorhandener Spanischkenntnisse viele tolle Begegnungen mit nur spanisch sprechenden Majoreros, "echten" Fuerteventuranern, der Suche nach örtlich hergestellten Geschenken (mein Tipp hier "nautilus" am alten Hafen)m ein Ausflug aufs Meer oder einfach nur Zeit zum Lesen.